17. November 2015

Welcher Hochzeitsfotograf passt zu uns

Allgemein Info

Die Hochzeitsfotografie hat sich in den letzten Jahren weiterentwickelt. So steigt die Anzahl an Fotografien, die (kunstvolle) Hochzeitsreportagen anbieten.

Damit die Bilder zu Erinnerungen werden, muss der Fotograf aber mehr Voraussetzungen mitbringen, als sein Handwerk verstehen.

Was außerdem wichtig ist, erfahrt ihr in diesem Blogeintrag.


Das wichtigste vorweg: Der Fotograf sollte zum Brautpaar passen. Wenn das Brautpaar die Bilder als eine Investition in Erinnerungen sieht, ist es sehr wichtig, dass sich das Paar mit dem Fotografen versteht. Die Chemie muss stimmen, denn kein Brautpaar der Welt möchte am wichtigsten Tag im Leben einen Fotografen um sich herum haben, der nicht sympathisch ist.
Zudem wird es so auch nicht die Bilder geben, die das Brautpaar erwartet. Das ist ausgeschlossen.
Übrigens gilt der Sympatiefaktor natürlich Gegenseitig. So bin ich als Fotograf beispielsweise für diesen Tag Freund vom Paar. Das geht natürlich nur, wenn man sich versteht. Und das ist wiederum die Voraussetzung für gelungene Bilder.


Ein weiterer wichtiger Punkt ist: Wie viel sind Euch Erinnerungen für die Ewigkeit wert? Möchtet ihr lediglich „Brot und Butter Bilder“, also formale Bilder, wo alles drauf ist, oder habt ihr den Anspruch einer kunstvollen Hochzeitsreportage?

Folgende Aussage ist bei der Hochzeitsfotografie richtig: Ihr bekommt was ihr bezahlt. Wenn ihr also am Fotografen spart, dann spart ihr an den Erinnerungen Eurer Hochzeit. Seht ihr den Fotografen als reinen Dienstleister, der Basis und Standardbilder an Eurem großen Tag macht, dann reicht eventuell ein Fotograf der 2-3 Stunden anwesend ist und dann wieder verschwindet. Wenn Ihr die Bilder als Erinnerungen für die Ewigkeit seht und diese einen hohen Stellenwert haben, ähnlich wie im allgemeinen Kleid oder Ringe, dann solltet ihr nicht am Fotografen sparen und eine Tagesreportage in Betracht ziehen.

Wie oben erwähnt, bekommen Brautpaare das was sie bezahlen. Was ist denn nun teuer und was ist billig? Es gibt Paare, denen €600 viel vorkommt. Bei anderen Paaren ist €3500 immer noch locker im Budget.

Deshalb möchte ich Euch einen groben Richtwert geben:
Sollte ein Fotograf eine Ganztagesreportage (10-12h) unter €1500 anbieten, rate ich, hiervon die Finger zu lassen und sich weitere umschzuauen.


Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Art der Hochzeitsreportage. Dies ist weniger ein Qualitätsmerkmal, als eine Frage des persönlichen Geschmacks.

Ihr, liebe Brautpaare, solltet Euch also die Frage stellen: Welcher Stil passt zu uns? Und wo finden wir uns wieder.

Was gibt es nun für verschiedene Stile, bzw. was mögt ihr?

  • Bildlook: Eher einen hellen/pastelligen Bildlook oder dunkler/moody
  • Möchtet ihr eine fotojournalistische Reportage, wo die Geschichte des Tages in Bildern so erzählt wird, wie sie passiert (als ob kein Fotograf anwesend wäre)
  • Steht ihr mehr auf arrangierte pretty-shoots, wo der Fotograf auch in den Ablauf der Hochzeit eingreift, um hübsche, inszenierte Bilder zu bekommen.

Ein seriöser Fotograf wird im allgemeinen nicht seinen Bildstil an Eure wünsche anpassen. Damit ist der Fotograf auch schlecht beraten. Dies würde spätestens bei der Bildübergabe garantiert zu Irritationen führen.

Ich persönlich fotografiere und bearbeite ausschließlich in meinem Stil. Ich kann auch gar keinen anderen. Meine Paare buchen mich WEIL ich genau so fotografiere wie ich fotografiere.

Damit es an Eurem großen Tag keine Enttäuschung gibt, habe ich ein paar weitere Hinweise und wichtige Fragen an den Fotografen, welche ihr bei Anfragen stellen solltet.

Betrachtet dies als Checkliste. Wenn ihr Euch mit Fotografen trefft, sind dies Punkte, die ihr auf jeden Fall erfragen solltet.

  • Wie viele Hochzeiten hat der Fotograf bereits fotografiert?
  • Macht er noch etwas anderes oder fotografiert er ausschließlich Hochzeiten, also ist er Spezialist?
    • Auf welchen Bereich der Hochzeitsfotografie ist er spezialisiert?
      • Fotojournalistisch/Storrytelling
      • Arrangierte „Pretty-Shoots“, wo viel in den Tag eingegriffen wird.
      • Oder eine Mischung aus beiden „Subgenres“
  • Hat der Kollege Fortbildungen im Bereich der Hochzeitsfotografie?
  • Hat der Kollege bereits an Wettbewerben teilgenommen und sogar Awards erhalten?
  • Gibt es einen Imagefilm?
  • Mit wievielte Kameras kommt der Fotograf zur Hochzeit? (Also was passiert, wenn eine Kamera kaputt geht?)
  • Kommt der Fotograf alleine oder bringt er einen Assistenten mit oder gar einen Second Shooter
  • Lasst Euch ganze Hochzeiten zeigen. Auf der Website werdet ihr Highlightbilder finden. Wichtig ist es jedoch eine ganze Hochzeitsreportage zu sehen um die Fähigkeiten zu beurteilen.
  • Betreibt der Fotograf einen Blog? Dieser wird das Herzblut und die Leidenschaft verdeutlichen.
  • Macht der Fotograf ein Vorshooting um das Paar kennen zu lernen und sich auf die Wünsche einzustellen?
  • Macht Euch einen Eindruck, ob der Bildstil zu Euch passt. Auch eine künstlerische Reportage muss zu Euch passen. (hell/pastellig, bunt/gesättigt, düster/sinnlich)
  • Steht der Kollege auch über den fotografischen Part hinaus mit Tips und Fachwissen zur Verfügung? Das hat direkt nichts mit Fotografie zu tun, ist jedoch indirekt schon eine Voraussetzung für bessere Bilder: Wenn ihr als Paar beispielsweise vorab ein Briefing erhaltet, oder Tips für Dekoration, so wird es auch charmantere Bilder geben.

Wenn nun alle diese Voraussetzungen stimmen, so gibt es noch einen sehr wichtigen Punkt zu beachten: Den Sympathiefaktor. Es nützt alles nicht, wenn der Wunschkandidat in Eurem Erleben die besten Bilder der Welt macht, aber arrogant und unsympathisch auf Euch wirkt. Dies läßt sich am besten in einem persönlichen Kennenlerntreffen herausfinden.

Mehr Infos auf www.tr-hochzeitsfotografie.de

 

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