Torben Röhricht Pricing
30. Januar 2016

Pricing in der Hochzeitsfotografie – Was sind Euch die Erinnerungen wert?

Info

Brautpaare stehen sehr oft vor der Frage, wie viel Budget sie für die Hochzeitsfotos=Erinnerungen für die Ewigkeit einplanen sollen.


Die Preisspanne variieren hier für die vermeintlich gleiche Leistung zwischen umsonst – 500 Euro – 5000 Euro. Diese Tatsache führt verständlicherweise zu Unsicherheit: Wieso solltet ihr, liebe Brautpaare €2500+ ausgeben, wenn ihr die „gleiche“ Leistung auch für €500 oder €1000 bekommen könnt. Wo ist der Unterschied?

Folgende Aussage bei Dienstleistungen im Bereich von Hochzeiten stimmt: Nirgendwo gibt es größerer Preisspanne zwischen vermeintlich gleichen Leistungen. Deshalb lohnt es sich hier genauer hinzuschauen. Generell gilt: Ihr bekommt was ihr bezahlt.

Ist billig dann gleich schlecht? Das hängt natürlich von den Ansprüchen der Brautpaare ab. Anders formuliert: Was sind Euch, liebe Brautpaare, die Erinnerungen an Eure Hochzeit Wert.

Ich bekomme hin und wieder Mailanfragen von Brautleuten, wo in erster Linie 2 Dinge abgefragt werden:

  1. Hast Du am Datum xy noch Zeit?
  2. Was kostet Deine Leistung

Die erste Frage ist innerhalb von Sekunden beantwortet (sollte ich bereits gebucht sein, empfehle ich in der Regel einen Kollegen).
Bei der 2. Frage ist es jedoch anders: Es wäre sehr unfair, meinen Preis zu nennen, ohne dass Du, liebes Brautpaar, auch meine Leistung kennt. Wenn ich jetzt den Preis nenne, dann würde ich Dir nicht gerecht werden. Du wüsstest nicht was Du bekommst für Dein Geld.

Ich möchte hierfür einem Uhren-Vergleich heranziehen: Eine Swatch für €150 ist eventuell eine solide Uhr aus Plastik, welche die Zeit verlässlich anzeigt und zudem auch poppig, chic, witzig, etc. aussieht. Dazu im Vergleich eine Tag Heuer für €2500+ zeigt die Zeit genauso an, ist eventuell sogar von der Ausstattung unterhalb einer Swatch angesiedelt. Allerdings steht diese Uhr für edles Design, Wertigkeit, Robustheit, etc. Nun gibt es Personen, welche die Swatch wählen und €150 ausgeben und andererseits gibt es Menschen, die €2500+ für einen Tag Heuer Chronographen bereit sind zu zahlen. Die Person, die zur Tag Heuer greift würde niemals die Swatch als Alternative in Erwägung ziehen und umgekehrt auch. So gibt es auch in der Hochzeitsfotografie für jedes Brautpaar den passenden Fotografen und umgekehrt. Welcher Fotograf möglicherweise zu Euch passt, erfahrt ihr in diesem Blogspot.

Es gibt noch andere Vergleiche mit Automarken (Audi-Fiat) oder Kleidung (Hugo Boss- H&M), etc.
Bei Dienstleistungen, wie Hochzeitsfotografie, wird der Unterschied jedoch nicht sofort deutlich, da man als Brautpaar im allgemeinen eventuell (noch) kein Gefühl  zu der unterschiedlichen Qualität der Bilder hat. Sehr wahrscheinlich habt ihr Euch auch noch nie vorher mit der Hochzeitsfotografie beschäftigt und werdet es sehr wahrscheinlich auch danach nie mehr im Leben tun. Mein Tip an dieser Stelle: Schaut Euch viele Hochzeitsbilder von verschiedenen Fotografen an und vergleicht diese miteinander. Lasst Euch auch ganze Reportagen zeigen. So werdet ihr schnell ein Gefühl dafür bekommen, welche Bilder Euch gefallen. Ihr werdet einen Qualitätsunterschied zwischen dem „€550-Fotografen“ zu dem „€2500-Fotografen“ bemerken.

Eine Hervorragende Möglichkeit Referenzbilder mit hohem Anspruch zu sichten sind Hochzeitsfotografen-Organisationen. Ihr könnt die präsentierten Bilder mit denen Eurer ausgewählten Fotografen vergleichen. Der Unterschied von durchschnittlichen zu hochwertigen Bildern wird so schnell ersichtlich und ihr bekommt ein Gefühl dafür, was alles „geht“. Natürlich besteht auch die Möglichkeit sich über diese Gilden einen Fotografen heraussuchen und diesen anzufragen. Portale von denen ich persönlich überzeugt und selber Mitglied bin, sind diese:

https://www.ispwp.com/
http://www.wpja.com/de/
http://www.fearlessphotographers.com/
http://www.weddingphotographyselect.co.uk/
http://www.mastersofgermanweddingphotography.de/

Ein weiterer Punkt, der die unterschiedlich hohen bzw. niedrigen Preise rechtfertigt ist die Erfahrung: So wird kaum ein Fotograf als Hochzeitsfotograf geboren und selbst Erfahrung als Fotograf bedeutet nicht gleich Erfahrung als Hochzeitsfotograf. Dies ist eine Fachdisziplin der Fotografie. Auch hier ein Vergleich zur Verdeutlichung: Wenn ich beispielsweise ein chronisches Rückenleiden habe, so kann ich zum Allgemeinmediziner gehen und dieser wird mir wahrscheinlich  zunächst einmal auch helfen mit seinen Mitteln. Treten die Schmerzen jedoch nach kurzer Zeit wieder auf, so werde ich vermutlich einen Facharzt aufsuchen, nämlich einen Orthopäden, der sich mit genau meinem Leiden hervorragend auskennt. Dieser wird mir sehr wahrscheinlich nachhaltig Linderung verschaffen. Genau so verhält es sich bei der Fotografie auch: Spezialisierung ist King. Spezialisierung erreiche ich durch Erfahrung und Fortbildung. Dies rechtfertigt dann u.a. auch einen höheren Preis. Da sind wir wieder bei dem Punkt: Ihr bekommt was ihr bezahlt.

Wie verhält es sich mit Rabatten?

Ich persönlich halte von Preisverhandlungen und Rabatten nichts. Ein Preisnachlass bei Dienstleistungen verunsichert auf beiden Seiten: Wenn ich in meinem Preis herunter gehe, vermittle ich, dass meine Leistung doch nicht Wert ist, was ich vorgebe. Ich persönlich hätte auch ein schlechtes Gefühl bezüglich der Hochzeit, da ich ja nun für die gleiche Leistung weniger verdiene.                                                                                                 Aus genau diesem Grunde gebe ich keine Rabatte und schaffe damit ein gutes Gefühl auf allen Seiten, denn was weniger kostet ist weniger wert.

Ich hoffe, ich konnte Euch etwas weiterhelfen. Und ich freue mich auf Feedback.

 

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