21. November 2015

Getting Ready – Die Vorbereitung von Braut und Bräutigam

Info

Bei der Vorbereitung entstehen oft die emotionalsten Bilder einer Hochzeit.

Wollt ihr mehr darüber erfahren?


Ich bekomme sehr regelmäßig Anfragen von Brautpaaren. Früher waren die meisten Paare sind sehr überrascht, dass auch die Vorbereitung (das „Getting Ready“) fotografiert wird. Heute ist es bei den meisten Brautpaaren „angekommen“ und viel wollen dies auch. Jedoch spätestens, wenn ich den skeptischen Paaren Beispiele vom ‘Getting Ready’ zeige, dann wollen auch diese Paare solche Erinnerungen.

Auch für mich als Fotograf ist die Vorbereitung wichtig: Hier kann ich mich ganz entspannt und ohne Druck “warmschießen”:

  • Ich habe die Gelegenheit schon mal sehr emotionale Bilder zu bekommen.
  • Meistens ist bei der Vorbereitung noch kein Zeitdruck.
  • Die Vorbereitung hat einen besonderen Zauber: Die Frau wird zur Braut. Der Mann zum Bräutigam. Speziell die Braut wird sehr bewundert und bewundert sich.
  • Als Fotograf komme ich so in den “Flow”
  • Ich lerne bereits weitere wichtige Personen (Brautpaareltern, Trauzeugen) persönlich kennen.

Im Vorfeld Briefe ich meine Paare, das Zimmer von unnötigen Gegenständen zu bereinigen und das Zimmer penibel aufzuräumen. So lenken unnötige Gegenstände nicht von den Brautaktivitäten auf den Bildern ab. So möchte ich beispielsweise keinen Heimtrainer oder Bügelbrett auf den Bildern sehen. (Es sei denn das Bügelbrett ist unmittelbares Bildelement. Das wäre der Fall, wenn der Bräutigam noch seine Krawatte bügeln muss, o.ä.)

Auch wenn ich hier fokussiert von der Braut schreibe gilt natürlich das gleiche im Prinzip für den Bräutigam.

Die Zeit, in der die Braut mit den Haaren/Make-Up Aktivitäten beschäftigt ist, nutze sich parallel sehr gerne um wichtige Details, wie Schmuck und Schuhe, etc. zu fotografieren. Das bietet sich zu diesem Zeitpunkt auch sehr gut an, da wesentlich charmanter Aufnahmen der Braut später entstehen, wenn die Braut schon „angeschminkt“ wurde und die Haare bereits im „Hochsteckungsprozess“ sind.

Ich empfehle meinen Brautpaaren (speziell den Bräuten)  immer, für die Vorbereitung auf professionelle Dienstleister zurückzugreifen: So geht der Tag mit einem Verwöhnprogramm los und die Bräute sind entspannter, geraten womöglich auch nicht unter Zeitdruck.

Ist die Braut fertig, nehme ich mir gerne noch 5-10 Zeit um Brautportraits mit frischem Make-Up zu machen.

Für das Ankleiden des Brautkleides Suche ich mir ebenfalls eine Perspektive. Ich bitte sogar die Braut zu einer Stelle die mir vom Lichteinfall am besten gefällt.

Im allgemeinen sind beim Ankleiden des Brautkleides die Trauzeugin, Schwester oder Mutter anwesend um zu helfen. Ich empfehle an dieser Stelle, dass die helfenden Personen zu diesem Zeitpunkt auch bereits zurecht gemacht sind und in Abendkleidung gekleidet. Es wirkt einfach wesentlich charmanter auf den Bildern, wenn die Trauzeugin oder Brautjungfern in Abendkleidung behilflich ist und eben nicht in der Jogginghose.

Beim Ankleiden des Brautkleides oder anziehen der Brautschuhe inszeniere ich ebenfalls ein paar Situationen.

Die meisten Paare rechnen nicht damit, was für Highlightbilder hier entstehen. Ich zeige bereits auf dem Kameradisplay eine Auswahl. Die Braut ist meistens schon sehr gerührt, wenn sie solche Bilder von sich sieht.

Diese Bilder sind später bei der Bildübergabe auch besonders stimmungsvoll, da der Partner im allgemeinen nicht dabei war, also maximal aus den Erzählungen die Vorbereitung des Anderen kennt. Mit den Bildern bekommt das Brautpaar das erste Mal Emotionen, Eindrücke und damit auch Erinnerungen.

Für solche Momente ist eine Vertrauensbasis zum Fotografen super wichtig: Ich begleite sozusagen Momente, die sonst nur maximal den engsten Freunden und der Familie vorbehalten sind.

Deshalb, liebe zukünftige Brautpaare: Verzichtet nicht auf die Dokumentation der Vorbereitung. Dies kann man nicht nachholen!

In dieser Podcastepisode erfahrt ihr mehr über das Getting Ready.

 

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